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Sehr geehrte Redaktion, der von Ihnen kürzlich veröffentlichte Artikel über den Fachausschuss der Gemeinde Gnarrenburg, betreffend der Bezuschussung der Bausanierung des Tierheims Bremervörde gibt dem Leser eine unvollständige, bzw. nicht aktuelle Information. Für den Tierschutzverein Bremervörde hat derzeit nur ein Thema Priorität: Die Existenz des Vereins. In drei Monaten kann der Verein keine Gehälter mehr an seine Angestellten im Tierheim bezahlen. Aufgrund der seit vielen Jahren existierenden Grundproblematik – die Gemeinden kommen ihrer gesetzlichen Verpflichtung betreffend der Fundtierkostenzahlungen nur in sehr geringem Maße nach – ist seit langem eine monatliche Unterdeckung vorhanden, die allein zu Lasten des privaten Tierschutzvereins Bremervörde geht. Vor mehr als zwei Jahrzehnten hat sich der Tierschutzverein Bremervörde vertraglich verpflichtet, die Fundtiere von vier Gemeinden (Bremervörde, Gnarrenburg, Selsingen und Geestequelle) aufzunehmen. Genauso lange kämpft der Verein darum, dass ihm die entstehenden Kosten auch nur annähernd von den Gemeinden erstattet werden. Denn, Fundtiere unterliegen dem Fundrecht (BGB § 965 – 984). Die zuständige Behörde ist zur Aufnahme und Betreuung verpflichtet. Sie kann diese Aufgabe an Dritte, z.B. den Tierschutzverein, weitergeben. Der § 90 a des BGB besagt: „Tiere sind keine Sache, sie sind durch besondere Gesetze geschützt (z.B. das Tierschutzgesetz).“ Das heißt, der Fund/das Tier darf nicht an Wert verlieren, weder durch Hunger, Durst, noch durch Verletzung oder sichtliche Erkrankung. Das hat zur Folge, dass das Fundtier auf Kosten der Gemeinden das Recht auf eine ärztliche Versorgung hat. Die Gesetzeslage „Fundtier“ hat zur Folge, dass die Städte/Gemeinden die Kosten der Ernährung, Pflege, Unterbringung, sowie die tierärztliche Versorgung für die Aufbewahrungszeit von sechs Monaten (nach § 973 BGB) übernehmen müssen. Der Tierschutzverein Bremervörde wird hier mit einem Betrag abgespeist, der in keiner Relation zu den tatsächlichen Kosten steht: Im Jahr 2007 wurde die Vertragspauschale der vier Gemeinden von insgesamt 9.500,00 auf 10.000 € „angehoben“. Der„Restbetrag“, den die Fundtiere an laufenden Kosten verursachen bleibt ausschließlich beim Tierschutzverein hängen, besser gesagt bei seinen Spendern und Mitgliedern. 2007 betrug der „Restbetrag“ 49.386,00 Euro, 2008 waren es 53.318,00 Euro. Jahr für Jahr eine stetig steigende unzumutbare Kostenbelastung für einen privaten Verein, der den Behörden die Arbeit abnimmt. Den Gemeindevertretern ist dieses sehr wohl bekannt. In mühsamen und zähen Gesprächen mit den Behörden versuchte der Vorstand zuletzt 2008 eindringlich auf die mehr als kritische finanzielle Situation des Tierschutzvereins Bremervörde aufmerksam zu machen. Die Gemeindevertreter stehen in der Verantwortung ihren gesetzlichen Pflichten und Aufgaben nachzukommen. Der finanzielle hohe Aufwand, der für die Versorgung von jährlich mindestens 160 Fundtieren notwendig ist, wurde jahrelang schlichtweg ignoriert. Nur dem enormen selbstlosen Einsatz der Ehrenamtlichen und Angestellten, sowie den Mitgliedern und den Spendern ist es zu verdanken, dass das Wohl der Tiere aufrecht erhalten werden konnte. Unzählige Spender und Mitglieder sind jedoch inzwischen verärgert, dass ihre Gelder für Ausgaben herhalten mußten, für die nicht sie, sondern die Behörden zuständig sind. Das sind über 100.000 Euro (!), die der Verein allein in den letzten zwei Jahren „erbetteln“ und in Eigenleistung erbringen, bzw. sehr mühsam durch das Arbeiten am untersten Limit einsparen musste. Zu diesem Zeitpunkt fragt sich kein Vorstandsmitglied wie das marode Tierheimgebäude zu sanieren wäre. Die Frage lautet, wie kann dem Verein geholfen werden, damit den z. Zt. dort lebenden Tieren und den Angestellten geholfen werden kann? Kürzlich wurde dem gemeinnützigen Tierschutzverein von privat ein großes Grundstück mit Gebäuden (z. T. renovierungsbedürftig) auf Erbpacht angeboten. Hier wäre es möglich, auf ganz besondere Weise eine Tier-Natur-Mensch-Oase entstehen und wachsen zu lassen. Eine Idee mit Zukunft und ein Ort, in den es zu investieren sich lohnt. Leider jedoch scheint dieses nicht mehr realisierbar. Jede Spenden ist willkommen und steuerlich absetzbar. Spendenkonto: Volksbank Konto 3005462100 / BLZ 29162394 Sparkasse Konto 100131 / BLZ 24151235 Der Vorstand |